Fischereihafenrennen - Klasse 1 - Fishtown Open

Hallo liebe Racer, Kunden und Freunde von Toddy,

hier ein paar Infos zu dem Fischereihafenrennen am Montag der Klasse 1 Fishtown Open.
Nach einem tollen Trainingsergebnis vom Vortag stand unser Toddy # 6 auf Startplatz 2 in der ersten Reihe zusammen mit Freund Ronny Lorenz # 210 Startplatz 4. Nach erfolgtem Start, der gut verlief, lag Toddy an 3. Stelle vor Ronny, doch schon in der ersten Runde beim Einfahren in die Laola Kurve 4, klappt ihm das Vorderrad ein, womit er so ziemlich ungebremst in die Strohballenbegrenzung schießt!
Toddy wurde mit dem RTW ins Krankenhaus gebracht, wo festgestellt wurde, dass er, Gott sei Dank, nur Knochenbrüche erlitten hat, die in einer OP wieder instand gesetzt worden sind! An dieser Stelle alles alles gute an Toddy und die besten Wünsche der Genesung.

Vielen Dank auch an die Händlerkollegen auf der Händlermeile für die rege Anteilnahme, es zeigt halt doch, dass gerade auf der Rennstrecke alle freundschaftlich miteinander umgehen!

Vielen Dank auch an Peter Kraft, der den verletzten Peter Eickelmann vertreten hat, immerhin hat er nur 4 Tage vor dem Rennen von mir erfahren, dass er für Peter E. den Lückenbüßer machen muss, was aber auch super funktioniert hat. Denn er stellt unsere VTR 1000 SP 2 auf Anhieb auf Startplatz 3 beim Training!
Das erste Rennen verlief gut, Peter hatte nur ein wenig den Start verpasst, naja wenn man auf eine grüne Ampel wartet, die es nicht gibt! Dafür machte er es im Rennen wieder gut und fuhr von Platz neun noch auf 3 vor, leider wurde das Rennen durch rote Flagge abgebrochen und die letzte Runde nicht gewertet. Dadurch wurde Peter dann auf Platz 4 zurückgestuft. In Rennen 2 konnte Peter K. sich dann verbessern und ließ die SP mal so richtig fliegen und belohnte sich mit dem 2. Pokalplatz! Vielen Dank dafür!

Danke auch nochmal an den Rennarzt und sein Team. Auch dem Hinny Hink & Team sei gesagt, ihr macht das super gut und hört nicht auf mit dem Fischrennen! Auch wenn es nicht immer so läuft, wie man es sich wünscht, man kann es halt nicht jedem Recht machen. Wir alle können froh darüber sein, dass ihr uns jedes Jahr wieder ein unvergessliches Pfingstwochenende bescherst, wobei viele Menschen auch vergessen, was für eine Verantwortung auf euren Schultern liegt!

Mit besten Racer Grüßen,
Jörg Schreiber

Da bin ich wieder!

Erst einmal möchte ich mich recht herzlich für die reichhaltigen
Genesungswünsche, die bei mir eingetroffen sind bedanken.
Ich habe mich sehr über das Interesse an meinem Befinden gefreut. Das neben
meinem Team auch der Veranstalter sich regelmässig nach meinem Befinden
erkundigt hat - hat mich
ebenso erfreut! Das ist nicht alltäglich.
Hier nun ein paar Sätze über das Event am Pfingstwochenende.

Wir haben uns am Samstag in Bremerhaven eingefunden, um die Vorbereitungen
für das Fischereihafenrennen mit größter Sorgfalt
anzugehen. Alle waren guter Dinge und in guter Stimmung. Auch das Wetter
schien, obgleich es in der Nacht von Samstag auf Sonntag noch "Hunde und
Katzen" regnete - wie die Engländer es ausdrücken - auf unserer Seite zu
sein am Wochenende eine gute Show bieten zu können
Das Einsatzmotorrad war ausgezeichnet vorbereitet. Die Jungs um Jörg haben,
wir zu jedem EInsatz in den letzten Jahren, wieder mal ausgezeichnete Arbeit
geleistet.
Der Trainingstag am Pfingstsonntag war ein wenig chaotisch - es war
schwierig ein gute freie Runde zu finden. So entschloss ich mich dazu, im
zweiten Trainingsturn eine Lücke aufreissen zu lassen, um ein bis zwei freie
Runden zu generieren. Der Plan ging auf, und ich habe die Fireblade auf den
zweiten Startplatz in der Startaufstellung stellen können. Für das Rennen am
Folgetag ein durchaus zufriedenstellende Ausgangssituation.
Der Sonntag klang relativ ruhig aus, weil alle für den nächsten Tag fit sein
wollten.

Am Sonntag war das erste Rennen für die Mittagszeit angesetzt. Schon bis
dahin, war der Zeitplan weit aus dem Ruder gelaufen. Ich fuhr nicht, wie
alle anderen Fahrer, mit dem dritten Aufruf zum Vorstart - sondern Jörg
hatte sich dort mit seinem Handy platziert um das Signal zu geben, wenn die
Fahrer auf die Strecke gelassen werden. Das hat wunderbar funktioniert. Alle
anderen Fahrer mußten also mit ausgekühlten Reifen die Besichtigungsrunde
fahren. Auf der Strecke, in einer Besichtigungsrunde und einer Aufwärmrunde
die Reifen auf Temperatur zu bringen ist kaum möglich. Durch meine Taktik
hatte ich somit den Vorteil für die ersten Runden auf meiner Seite.
Der Rennstart: Die Ampel ging aus und alle Fahrer stürmten auf die ersten
Kurve zu. Da ich, bedingt durch die vielen Langstreckeneinsätze, nicht
unbedingt ein guter Starter für ein Sprintrennen bin, war ich mit der
dritten Position in der ersten Kurve mehr als zufrieden. Ich hatte
befürchtet mehr Plätze zu verlieren. Der Reifengrip war gut zu spüren beim
Rausbeschleunigen auf die gerade an den Fischhallen vorbei; das Motorrad kam
nicht quer! Mein Plan schien aufzugehen, und es machte sich bereits ein
kleines Lächeln unterm Helm breit. Ich konnte es also "entspannt" angehen
und konnte ohne Risiko fahren.
Dann die nächste Links auf den Lunedeich zu - gut getroffen. Schön viel
Kurvenspeed mitgenommen und rechtzeitig am Gas. Dann die Schikane am
Lunedeich - kurzes Anbremsen und vor der kleinen Kuppe in der Strasse das
Motorrad nach rechts ziehen und das Gas wieder voll auf. Mit einem kleinen
Wheelie geht´s dann auf die Linkskurvenkombination zu, die mit der
"Laola-Kurve" endet. Da die Kurve mit gutem Speed zu fahren ist, wir vor der
Kurve nur relativ leicht verzögert und dann mit leichten Bremsdruck bis in
den Kurvenscheitel gefahren. Kaum hatte ich den Finger auf dem Bremshebel
gelegt, schon verdrehte sich der Lenker wie auf Schmierseife und der Sturz
war nicht mehr zu vermeiden. Dann kann ich mich noch daran erinnern, dass
ich auf Bordstein und Strohballen zu rutschte und dachte: "Scheisse
Thorsten, dass ist viiiieeelll zu schnell". Dann war das Licht aus. Ich habe
dann noch Bruchstücke im Kopf, kann mich jedoch nicht wirklich an den
weiteren Werdegang erinnern.
Wie es zu dem Sturz kam? Ich habe nur eine Erklärung: Vor dem Rennen der
Fishtown Open sind die klassischen Renngespanne auf der Strecke gewesen. Ich
werde auf der Strecke von der Lunedeich-Schikane bis hin zum Anbremspunkt Öl
oder Fett aufgesammelt haben. Dafür kann niemand verantwortlich gemacht
werden - das ist das Risiko beim Strassenrennen. Klar, Fett oder Öl kann
einem auch auf jeder anderen Rennstrecke begegnen - aber so fatal ist der
Ausgang dann nicht zu erwarten.
Die Liste der Frakturen ist zu lang, um noch einmal die Motivation in mir
auszulösen erneut bei einem Strassenrennen zu starten. Bis zur vollständigen
Genesung wird es noch einige Zeit brauchen - aber ich bin guter Dinge im
Herbst wieder auf einem Motorrad zu sitzen. Den Sport aufgeben? Kommt für
mich nicht in Frage!

Für Euch eine erfolgreiche sturzfreie Saison
Euer Toddi #49 (#6)=